Als ich mit dem professionellen Fundraising startete – das war im Jahr 2002 – war meine Mutter nicht gerade glücklich. Sie dachte ich würde jetzt hauptberuflich Spenden sammeln. Andere dachten oder denken, dass Fundraising professionelles Spenden eintreiben ist. Heute, über 15 Jahre später ist meine Mutter schon lange beruhigt und weiß, dass es eben nicht nur ums Geld sammeln geht sondern um viel mehr. Doch der Reihe nach.

Starten wir erstmal mit einer «offiziellen» Definition. In ihrem Grundlagenwerk des Fundraisings defniniert Dr. Marita Haibach das Fundraising wie folgt:

Fundraising ist die systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen (Geld-, Sach- und Dienstleistungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen.

Hank Rosso, Founding Director, The Fund Raising School

Ja, das ist die offizielle Definition des Fundraisings. Das steckt dahinter.

Doch wenn wir uns das Ganze mal aus einer anderen Perspektive anschauen – und die gefällt mir am besten – folgen wir den Worten von Hank Rosso, Founding Director der renommierten «The Fund Raising School» in Indianapolis. Er hat es wie folgt zusammengefasst:

«Fundraising is the gentle art of teaching the joy of giving»

Genau das ist Fundraising für mich – und für viele andere Kolleginnen und Kollegen ebenfalls. Wir begeistern und inspirieren Menschen, sich für eine gute Sache zu engagieren, zu teilen, zu schenken. Wir geben Menschen die Möglichkeit, Teil eines Großen Ganzen zu werden. Wir laden Kinder, Frauen und Männer dazu ein, diese Welt ein Stückchen besser zu machen.

Brückenbauer und Investmentberater für die Gute Sache

Wir Fundraiserinnen und Fundraiser bauen Brücken. Auf der einen Seite gibt es Tiere, Menschen, Dinge, die Hilfe benötigen. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die helfen wollen. Wir Fundraiserinnen und Fundraiser dienen dazwischen als Verbindung, also Brücken und bringen beide Seiten zusammen.

Menschen sparen für schlechte Zeiten, kaufen eine Immobilie oder das dritte Auto, legen ihr Geld in Aktien oder sonstwie an, um es zu vermehren. Wenn sie allerdings anstatt dessen in eine bessere Welt investieren wollen, benötigen sie dabei vielleicht Unterstützung. Menschen, die ihnen dabei helfen zu helfen. Genau das machen wir! Fundraiserinnen und Fundraiser sind Investmentberaterinnen und Investmentberater für die Gute Sache.

Beziehungsmanagement

Im Fundraising geht es nicht ums Geld. Zumindest nicht in erster Linie. Es geht um Beziehungen zu Menschen. Es geht um lang anhaltende, sich gegenseitig wertschätzende Beziehungen. Menschen wollen geben. Menschen wollen Gutes tun. Wenn wir helfen wollen können wir die Unterstützung von Fundraiserinnen und Fundraisern in Anspruch nehmen, denn sie vertreten gute Projekte. Ihre Organisationen und Institutionen haben eine vorhandene Infrastruktur, Wissen und weitere Ressourcen, um richtig gut Gutes zu tun. Fundraiserinnen und Fundraiser bauen die Beziehungen zwischen den Menschen auf die unterstützen und die die Unterstützung erhalten.

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Wenn Du erfahren möchtest, welche Einstellung im Fundraising zum Erfolg führt und welchen weiteren Voraussetzungen wichtig sind, solltest Du Dir hier mein kostenloses Webinar-Video «Einfach Spenden sammeln – Sieben Voraussetzungen für erfolgreiches Fundraising» holen und gleichzeitig meine E-Mail-Serie «25 Fundraising-Inspirationen» erhalten: